Meist kennen wir unsere Stärken genau deswegen nicht, weil sie uns so natürlich vorkommen. Es ist so leicht und selbstverständlich für uns, dass wir uns gar nicht vorstellen können, dass wir gerade eine Stärke einsetzen.
Ein Teilnehmer erinnerte sich, wie leicht es ihm fällt, kleine Veränderungen an seinen Mitmenschen wahrzunehmen. Ihm fällt es problemlos auf, wenn eine Frau einen neuen Eyeliner verwendet. Ich weiß noch nicht mal, wie man das schreibt :-)
Jemand anderes kann sich besonders in die Gefühle seines Gegenübers hineinversetzen (Empathie). Das half ihm sogar in Mathe und Physik weiter. Er bemerkte kleine Veränderungen in der Sprechart und in der Körpersprache des Dozenten. Er markierte sich den entsprechenden Stoff in seinem Skript und lernte ausschließlich diese Inhalte. Tatsächlich kamen auch nur diese in der Klausur dran.
Stärken schränken nicht unsere Berufswahl ein. Tatsächlich können wir lernen, unsere Stärken in unserem aktuellen Beruf und in der Freizeit besser einzusetzen, also die Art, wie wir mit Herausforderungen umgehen.
Wie erkenne ich meine Stärken?
Eine Hilfestellung ist es, wenn Du Dich an Momente der Größe erinnerst. Hast Du solche Momente schon erlebt? In denen Du etwas besonderes erreicht hast? Jeder hat sie schon erlebt. Meist muss man eine Weile nachdenken und dann kommen sie, einer nach dem Anderen.
Vielleicht probierst Du es einfach mal: Nimm Dir eine Woche lang ein kleines Heft mit und schreibe Dir jeden Moment der Größe auf. Momente, die Dich erfüllt haben, in denen Du etwas besonders gut gemacht hast oder in denen Du ein Lob bekommen hast, das Dich motivierte.
Probiere es aus! Und vielleicht magst Du mit uns teilen, was Du erlebt hast.
Hier einige Fotos vom Abend:
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