Wie Du Deine Projekte fertig stellst (25. Januar)

Die Welt ist unübersichtlich geworden. Sowohl im Job als auch zu Hause: unzählige Angebote und Aufgaben ringen um Aufmerksamkeit. Und wir lassen uns von ihnen treiben. Die Angst etwas zu verpassen oder etwas wichtiges zu vergessen zwingt uns scheinbar dazu immer effizienter werden zu müssen um immer mehr zu schaffen. Unter dieser Übermacht von Angeboten und Pflichten von außerhalb gehen unsere inneren Träume und Wünsche oft genug verloren und wir greifen stattdessen zu Placebos (Shopping, noch ne DVD vorm Schlafengehen, technische Gimmicks)...

Am vierten und vorerst letzten Abend der Maximize 2010 Serie haben wir uns mit "Getting Things Done" ein Konzept zur Selbstorganisation angesehen, dass es möglich machen kann, dass wir unsere Träume nicht aus dem Blick verlieren und ihnen Schritt für Schritt ein Stück näher kommen.



Ulf Fischer hat uns erzählt, wie er sich über ein Jahr auf einen Iron-Man-Wettkampf vorbereitet und diesen dann auch gemeistert hat. Interessanterweise hat er neben dem Bestehen dieses Abenteuers auch noch eine Menge unerwartetes gelernt. Es hat uns davon überzeugt, dass es sich lohnt den Hintern von der Couch hochzubekommen und sein Leben zu leben statt es von anderen leben zu lassen.

Gleichzeitig wurde klar, dass große Träume nicht ad hoc erledigt können werden.

Die Methode Getting Things Done kann dabei helfen den Überblick nicht zu verlieren und den Alltagsstress zu reduzieren. Diesem Thema haben wir den zweiten Teil des Abends gewidmet.

Kernideen von GTD sind das konsequente Trennen von Planung und Abarbeiten der verschiedenen Aufgaben. Dazu müssen diese zuerst lückenlos eingesammelt werden, in eine Inbox.

Beim täglichen Leeren der Inbox wird jede Aufgabe oder Idee, die ihr für wertvoll erachtet und die nicht mal eben zu erledigt werden kann zu einem Projekt erklärt.

Neben allen Pflichten können auch unsere Träume und Vorsätze für 2010, die wir in den ersten 4 Abenden aufgespürt und konkretisiert haben, als Projekt begreifen. Dabei legen wir ein konkretes Ziel fest und schreiben auf, was unsere Motivation darstellt. Dies erleichtert später das Priorisieren zwischen den vielen Projekten und enttarnt viele Verpflichtungen.

Nach einem Brainstorming bringen wir alle ermittelten Ideen und Gedanken zu einem Projekt in Reihenfolge und legen zuletzt einen nächsten Schritt, eine "Next-Action" fest.

Zuletzt heißt es diese nächsten Schritte konzentriert, und ohne vom eigenen Kopfkarussell ständig abgelenkt zu werden, abzuarbeiten.

Es bleibt festzuhalten: auch GTD ist keine Wundermethode, die euer Leben für euch optimaler lebt. Es ist wichtig zu wissen, was ihr wollt, was euch im Leben wichtig ist, welche Talente euch von Gott gegeben sind, das ihr von Menschen abhängig seid und sie von euch.
Wenn diese Dinge klar sind, dann hilft GTD sich in kleinen Schritten ohne viel Aufwand auch großen Träumen immer näher zu kommen.

Mit diesem 4. Abend endete die Serie Maximize 2010. Wer einen Abend verpasst hat und das Thema nochmal besprechen möchte, wer noch Rückfragen hat, wer gerne ein Beratungsgespräch oder einen "Refresher" im Laufe des Jahres 2010 wünscht, der sagt einfach hier oder per Mail Carsten, Mark oder Matthias Bescheid. Wir treffen uns dann gern wieder im Malzcafe oder sonstwo ;)